Ratgeber

Katzengesundheit

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Erschienen
09.08.2026

Woran erkennst du, ob deine Katze gesund ist? Worauf solltest du achten, damit sie sich wohlfühlt? Wie kannst du Infektionskrankheiten vorbeugen?

Ilka Fröhlingsdorf
Seit 10 Jahren ausgebildete tiermedizinische Fachangestellte

Hast du eine Katze oder überlegst du, eine Katze bei dir aufzunehmen? Sich um die Gesundheit deiner Katze zu kümmern, ist für ihr Wohlbefinden und ihre Lebensdauer entscheidend. Entdecke die besten Tipps für die Katzengesundheit und wie du ihr Wohlbefinden sicherst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine gesunde Katze braucht die passenden Impfungen, regelmäßigen Parasitenschutz, hochwertiges Futter und genug Flüssigkeit.
  • Katzen verbergen Schmerzen. Achte auf Appetit, Gewicht, Trinkverhalten, Fell, Urin und Aktivität und lasse Veränderungen früh abklären.
  • Katzen trinken oft zu wenig. Das begünstigt Harnwegs- und Nierenprobleme, deshalb ist die Flüssigkeitsaufnahme besonders wichtig.
  • Häufige Erkrankungen sind Zahnprobleme (FORL), Harnwegserkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes und Arthrose im Alter.
  • Auch die mentale Gesundheit zählt: ein reizvolles Umfeld, feste Rückzugsorte und genug Beschäftigung beugen Stress und Verhaltensproblemen vor.
  • Vorsorge und Früherkennung senken die Behandlungskosten. Eine Krankenversicherung kann hohe Tierarztkosten im Ernstfall abfedern.

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Wie kannst du dafür sorgen, dass deine Katze gesund ist?

Die Impfung

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Besonders, wenn einige Infektionskrankheiten lebenslang bleiben können. Das ist der Fall bei Leukose und Katzenschnupfen, gegen die glücklicherweise Impfstoffe existieren. Die Grundimmunisierung wird im Alter von 8 Wochen, dann 12 Wochen und je nach Impfstoff im Alter von 16 Wochen durchgeführt.

Die Grundimpfungen bei deiner Katze schützen daher vor folgenden Infektionskrankheiten:

  • Katzenseuche
  • bei Freigänger-Katzen auch Tollwut
  • Katzenschnupfen
  • Leukose für Katzen mit Freigang

Hast du ein Kätzchen oder eine Katze übernommen und weißt nicht, ob sie korrekt geimpft ist? Schau in ihren Impfpass, dort sind alle Impfungen vermerkt. Erinnerungstermine sollten je nach Impfstoff und Lebensstil deiner Katze alle 1 bis 3 Jahre geplant werden.

Tierärztinnen und Tierärzte bieten teilweise auch Besuche an, bei denen sie dir viele Tipps geben, wie du dich um deinen kleinen Mitbewohner kümmern kannst.

Behandlungen gegen Parasiten

Es ist wichtig, deine Katze regelmäßig gegen innere (Würmer) und äußere Parasiten (Flöhe, Zecken, Milben) zu behandeln. Diese Parasiten beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität deiner Katze, sondern können auch Träger vieler Krankheiten sein.

Die Behandlungshäufigkeit sollte an den Lebensstil deiner Katze angepasst werden.

  • Für Kitten: Da diese noch sehr empfindlich sind, solltest du sie bis zu ihrem 6. Monat jeden Monat gegen innere und äußere Parasiten (Flöhe, Zecken, Milben) behandeln.
  • Für Katzen mit Freigang: Sie sollten viermal im Jahr (zum Beispiel zu jeder Jahreszeit) gegen innere Parasiten und dauerhaft gegen äußere Parasiten behandelt werden. Wichtig: eine Wurmkur wirkt nicht prophylaktisch! Wurmkuren behandeln nur einen akuten Befall, darum ist die regelmäßige Entwurmung (alle 3 Monate, viermal im Jahr) so wichtig. Einige Behandlungen haben eine Wirkungsdauer von einem Monat und müssen daher monatlich wiederholt werden. Andere wirken bis zu 3 Monate. Info: Inzwischen gibt es sogar eine Injektion, die gegen Zecken und Flöhe wirkt und 1 ganzes Jahr schützt.
  • Für Katzen, die ausschließlich im Haus leben: Du kannst die Behandlungen aussetzen oder sie nur bei Symptomen wie Juckreiz (Flöhe, Milben), Durchfall (Würmer) durchführen. Da wir Menschen über unsere Schuhe viele Keime und Parasiten ins Haus tragen, empfehlen die meisten Tierärzte trotz reiner Wohnungshaltung eine Entwurmung etwa alle sechs Monate.

Achtung: Kommt deine Katze mit kleinen Kindern in Kontakt, wird empfohlen, sie jeden Monat gegen innere Parasiten zu behandeln. Einige Parasiten sind auf Menschen übertragbar!

Achte auf alle Antiparasitika, die du ohne Rezept kaufen kannst. Viele sind nicht wirksam und bieten deiner Katze somit keinen Schutz. Verwende ausschließlich Medikamente, die für Katzen geeignet sind!

Die Katze gesund ernähren

Wie bei uns Menschen trägt eine gesunde Ernährung zur Erhaltung der Gesundheit deiner Katze bei. Es ist nicht immer einfach, das richtige Futter aus dem großen Angebot auf dem Markt zu finden. Es ist wichtig, ein Futter zu wählen, das an den physiologischen Status deiner Katze angepasst ist: im Wachstum, erwachsen, sterilisiert oder als Senior. Versuche, eine hochwertige Proteinquelle zu wählen.

Zögere nicht, um Rat bei deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt zu bitten, auch wenn du kein spezielles Tierarztfutter kaufen möchtest. Sie oder er wird dir das Futter empfehlen, das am besten zu deinem ausgewählten Sortiment (Tierhandlung, Supermarkt, hausgemachte Rationen) passt.

Gib deiner Katze keine Milch! Auch wenn du keine Verdauungsprobleme bemerkst, vertragen Katzen Milch schlecht (aufgrund der Laktose).

Die große Herausforderung: Ausreichendes Trinken der Katze

Im Gegensatz zu Hunden neigen Katzen dazu, nicht genug zu trinken. Viele von ihnen decken nicht ihren Flüssigkeitsbedarf, was sie für Harnprobleme anfällig macht und langfristig zu chronischen Nierenerkrankungen führen kann. Es ist deshalb sehr wichtig, ihren Wasserverbrauch zu fördern. Hier sind einige Tipps:

  • Stelle mehrere Wasserschalen im Haus auf
  • Wechsle das Wasser mindestens täglich
  • Biete feuchtes Futter (Pasteten, Mousses, geschmorte Speisen) zusätzlich zu Trockenfutter an
  • Investiere in einen Trinkbrunnen für Katzen (viele Katzen werden von fließendem Wasser angezogen und trinken häufiger)

Wenn deine Katze plötzlich und ohne erkennbaren Grund viel mehr als gewöhnlich trinkt, kann dies ein Warnzeichen für Krankheiten wie Nierenerkrankungen oder Diabetes sein. Besprich dies mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt, die oder der per Blutprobe feststellen kann, dass alles in Ordnung ist.

Zusammengefasst
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Wie weißt du, ob deine Katze gesund ist oder ob sie gesundheitliche Probleme hat?

Wie sieht eine gesunde Katze aus?

Unverzichtbare positive Kriterien bei einem Gesundheitscheck der Katze sind:

  • Frisst und trinkt normal
  • Zeigt normale Aktivität und Verhalten
  • Hat ein weiches und glänzendes Katzenfell
  • Regelmäßiger und fester Stuhlgang
  • Regelmäßiger und klarer Urin
  • Stabiles Gewicht
  • Saubere Ohren

Wie erkennst du, ob deine Katze krank ist: Welche sind die Symptome einer Krankheit?

  • Appetitverlust, verminderte Flüssigkeitsaufnahme
  • Wiederkehrende Durchfälle oder Erbrechen
  • Erhöhte Flüssigkeitsaufnahme
  • Gewichtsverlust
  • Stimmgebung (viel Miauen!)
  • Schwierigkeiten beim Urinieren (häufiger Toilettengang, Schmerzen, Blut im Urin)
  • Verhaltensänderungen
  • Absonderungen aus Nase oder Augen

Der besondere Fall der älteren Katze

Katzen sind sehr schmerzresistent. Sie zeigen kaum ihre Unannehmlichkeiten. Deshalb müssen wir besonders aufmerksam sein! Viele alte Katzen leiden unter Arthrose. Einige Anzeichen, die dich alarmieren können:

  • Deine Katze wirkt steifer
  • Sie vermeidet das Springen oder Treppensteigen
  • Sie pflegt sich nicht mehr gut, ihr Fell wirkt struppig
  • Ihr Verhalten ändert sich (abgeschlagen oder im Gegenteil aggressiv)

Vergiss nicht, die Futternäpfe an leicht zugänglichen Orten zu platzieren und ein wenig zu erhöhen. Es gibt viele Nahrungsergänzungsmittel und homöopathische Behandlungen, die Linderung verschaffen können. Bei zu ausgeprägten Anzeichen können, nach Absprache mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt, Entzündungshemmer angewendet werden.

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Und was ist mit der mentalen Gesundheit und dem Verhalten deiner Katze?

Ein komfortables Umfeld schaffen

  • Deine Katze sollte einfachen Zugang zu Wasser und Nahrung haben. Der Napf sollte flach genug sein, damit die empfindlichen Schnurrhaare beim Fressen nicht den Rand berühren.
  • Ihr Katzenklo sollte sauber und regelmäßig gewechselt werden. Für jede Katze sollten idealerweise 1,5 Katzentoiletten eingeplant werden, das bedeutet: bei einer Katze zwei Toiletten, bei zwei Katzen drei usw. Achte zudem bei älteren oder arthrosekranken Tieren auf einen niedrigen, leicht zugänglichen Einstieg.
  • Sie sollte Zugang zu bequemen und warmen Orten zum Ausruhen haben (Körbe, Sofa, Hängematte am Heizkörper).
  • Störe sie nicht, wenn sie sich ausruht.

Ein reichhaltiges Umfeld an Aktivitäten bieten

Die körperlichen und geistigen Übungen sind für Katzen notwendig. Besonders wichtig für Hauskatzen, die keinen Zugang nach draußen haben. Ist ihr Lebensumfeld nicht ausreichend anregend, kann deine Katze schnell unter Langeweile leiden.

Anzeichen, die dich alarmieren können, sind: Zerstörung, Auftreten von Zwangsstörungen, Aggressivität.

Hier sind einige Tipps, um Abhilfe zu schaffen:

  • Widme deiner Katze jeden Tag etwas Zeit zum Spielen. Das stärkt die Bindung zwischen euch, während sie sich physisch verausgabt und ihren Jagdinstinkt ausleben kann.
  • Lass Spielzeug für deine Katze bereitliegen (achte darauf, keine Schnüre oder andere Gegenstände, die sie verschlucken könnte, zu geben). Katzen langweilen sich schnell. Biete nicht alle Spielzeuge auf einmal an, verstecke einige und wechsle sie regelmäßig.
  • Versuche, ihr Trockenfutter in Spielzeug zu verstecken (Pipolinos, Spielplatten).

Was tun, wenn deine Katze gestresst ist?

Wie erkennst du, ob deine Katze gestresst ist? Einige Anzeichen können dich alarmieren:

  • Sie leckt sich übermäßig und reißt sich manchmal sogar die Haare aus.
  • Kratzt sich viel, besonders im Kopf- und Halsbereich (stelle sicher, dass sie auf dem neuesten Stand ihrer Flohbehandlungen ist).
  • Versteckt sich oft.
  • Leidet unter wiederholten Blasenentzündungen.
  • Kann aggressiv auftreten.

Warum ist deine Katze gestresst? Jede Katze hat ihr eigenes Temperament und die Gründe können vielfältig sein. Hier sind einige Beispiele:

  • Ein nicht genügend stimulierendes Umfeld
  • Eine schlechte Koexistenz mit einem anderen Tier
  • Ein bedeutendes Ereignis: Geburt eines Babys, Umzug, Trauerfall

Was kannst du tun, um ihr zu helfen?

  • Das Umfeld bereichern
  • Beruhigende Pheromone verwenden (Diffusoren, Sprays)
  • Probiere Nahrungsergänzungsmittel wie beruhigende Milchproteine für Katzen

Wenn diese Maßnahmen nicht funktionieren, kannst du eine tierärztliche Verhaltenstherapeutin oder einen tierärztlichen Verhaltenstherapeuten konsultieren.

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Häufige Krankheiten bei Katzen und woran du sie erkennst

Manche Erkrankungen treten bei Katzen besonders häufig auf. Die Tabelle zeigt dir die typischen Anzeichen und wo du mehr zu Behandlung und Kosten findest.

Krankheitsbild Typische Anzeichen Mehr erfahren
Zahnerkrankungen (FORL) Fressunlust, Speicheln, Maulgeruch FORL, Zähne ziehen
Harnwegserkrankungen (FLUTD, Harnsteine) häufiger Toilettengang, Blut im Urin, Schmerzen Harnsteine, Harnwegsverschluss, Blasenentzündung
Schilddrüsenüberfunktion Gewichtsverlust trotz Appetit, Unruhe Thyronorm
Diabetes vermehrtes Trinken und Harnen Insulin, Diabetes
Arthrose (ältere Katzen) Steifheit, seltener Springen, struppiges Fell Solensia, Meloxidyl
Katzenschnupfen und Katzenseuche Nasen- und Augenausfluss, Fieber, Mattigkeit Katzenschnupfen, Katzenseuche
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Häufige Fragen zur Katzengesundheit

Wie erkenne ich, ob meine Katze gesund ist

Eine gesunde Katze frisst und trinkt normal, hat ein glänzendes Fell, stabiles Gewicht, klaren Urin und regelmäßigen Stuhlgang und zeigt normales Verhalten. Appetitverlust, vermehrtes Trinken, Gewichtsverlust oder Verhaltensänderungen solltest du abklären lassen.

Welche Impfungen braucht meine Katze

Grundimpfungen schützen vor Katzenseuche und Katzenschnupfen, bei Freigängern zusätzlich vor Leukose und Tollwut. Die Grundimmunisierung erfolgt ab der 8. Woche, Auffrischungen je nach Impfstoff und Lebensstil alle 1 bis 3 Jahre.

Wie oft sollte meine Katze entwurmt werden

Das hängt vom Lebensstil ab: Freigänger etwa viermal im Jahr, reine Wohnungskatzen meist alle sechs Monate. Bei Kontakt zu kleinen Kindern wird eine häufigere Behandlung gegen innere Parasiten empfohlen.

Was sind die häufigsten Krankheiten bei Katzen

Häufig sind Zahnerkrankungen wie FORL, Harnwegserkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes und Arthrose im Alter. Die Tabelle oben zeigt die typischen Anzeichen.

Wie halte ich eine ältere Katze gesund

Ältere Katzen brauchen halbjährliche Checks, altersgerechtes Futter, leicht zugängliche Näpfe und Ruheplätze. Achte auf Steifheit, Gewichtsverlust und vermehrtes Trinken als frühe Warnzeichen.

Warum trinkt meine Katze zu wenig und warum ist das gefährlich

Katzen haben von Natur aus ein geringes Durstgefühl. Zu wenig Flüssigkeit begünstigt Harnsteine und langfristig Nierenerkrankungen. Feuchtfutter, mehrere Wasserstellen und ein Trinkbrunnen fördern die Aufnahme.

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