3 Versicherungsmythen über den Husky – und was wirklich stimmt
Mythos 1: „Huskys sind Naturburschen und werden selten krank.“
Falsch. Huskys sind zwar weniger anfällig für zuchtbedingte Atemwegsprobleme als brachyzephale Rassen, aber ihre extreme Aktivität bringt eigene Risiken mit. Kreuzbandrisse, Gelenkschäden, Zerrungen und Frakturen gehören zum Husky-Alltag. Dazu kommen spezifische Augenerkrankungen und eine überdurchschnittliche Häufigkeit von Schilddrüsenproblemen.
Mythos 2: „Bei einem so günstigen Hund lohnt sich die Versicherung nicht.“
Irrelevant. Die Anschaffungskosten haben nichts mit den Tierarztkosten zu tun. Eine einzelne Kreuzband-OP kostet 1.800–3.500 € – egal ob der Hund 500 € oder 2.000 € gekostet hat. Über ein Hundeleben können 7.000 bis 15.000 € anfallen.
Mythos 3: „Husky-Augen sind besonders – deshalb ist alles ausgeschlossen.“
Teilweise richtig, aber übertrieben. Ja, genetische Augenerkrankungen wie PRA, angeborener Katarakt oder Hornhautdystrophie sind ausgeschlossen. Aber erworbene Augenprobleme – Hornhautverletzungen beim Toben, Bindehautentzündungen, Fremdkörper im Auge – sind ganz normal versichert. Der Husky ist also nicht „unversicherbar“ bei den Augen, sondern nur bei den genetischen Formen.
Gesundheitsprofil Husky: Was den aktiven Nordländer beim Tierarzt teuer macht
Die häufigsten Erkrankungen und ihre typischen Kosten:
- Hüftdysplasie (HD): Diagnostik 200–350 €, OP 1.200–3.000 €.
- Kreuzbandriss: Operation 1.800–3.500 €.
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Diagnostik 80–150 €, Therapie 200–400 € pro Jahr.
- Allergien und Hautprobleme: jährlich 200–800 €.
- Augenentzündungen und Hornhautverletzungen (nicht angeboren): Diagnostik 100–300 €, OP bis 1.500 €.
- Sportverletzungen (Luxationen, Frakturen): OP 1.200–2.500 €.
Hinweis: Einige Erkrankungen sind nicht versicherbar. Details findest du weiter unten im Abschnitt „Was beim Husky nicht versichert ist“.
OP-Schutz oder Vollschutz: Was der Husky braucht
1. OP-Versicherung für Huskys
Die OP-Versicherung übernimmt Kosten für notwendige chirurgische Eingriffe – etwa bei Gelenkoperationen oder Verletzungen. Bei Dalma enthalten:
- Chirurgische Eingriffe bei Krankheit oder Unfall
- Diagnostik und Voruntersuchungen bis 30 Tage vor der OP
- Klinikaufenthalte bis 30 Tage nach der OP
- Medikamente, Verbände und Nachsorge
- Physiotherapie und alternative Heilmethoden bis 30 Tage nach der OP
- Zahnoperationen nach Wartezeit
- Notfall-Unterbringung bis 250 € pro Jahr
2. Hundekrankenversicherung (Vollschutz) für Huskys
Deckt Diagnostik, Behandlungen, Medikamente und Vorsorge ab. 80 bis 100 Prozent Erstattung, Jahreshöchstleistung zwischen 1.500 € und unbegrenzt. Enthalten sind unter anderem:
- Diagnostik und medizinische Untersuchungen
- Verordnete Medikamente und Behandlungen
- Unbegrenzte Physiotherapie
- Alternative Heilmethoden wie Osteopathie oder Akupunktur
- Verhaltenstherapie bis 5 Stunden pro Jahr
- Telemedizin über FirstVet
- Vorsorge-Budget für Impfungen, Zahnpflege und Entwurmung (ab 1.500 € Jahreshöchstleistung)
Einschätzung: Da Huskys häufig aktivitätsbedingte Verletzungen oder langfristige Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion oder Allergien entwickeln, bietet der Vollschutz die größte finanzielle Sicherheit.
Was kostet eine Husky-Versicherung bei Dalma?
Die Kosten hängen von Alter, Tarif und Gesundheitszustand ab:
- Hundekrankenversicherung: ab 25 € pro Monat
- OP-Versicherung: ab 9 € pro Monat
Stand März 2026. Dalma bietet 15 Prozent Rabatt bei mehreren versicherten Hunden.
Ab dem 10. Lebensjahr sinkt der Erstattungssatz bei Erkrankungen jährlich um 5 %. Bei Unfällen bleibt er unverändert.
Wartezeiten beim Husky
- 2 Tage bei Unfällen – beim aktiven Husky der wichtigste Sofortschutz.
- 14 Tage bei Operationen
- 30 Tage bei Heilbehandlungen
- 12 Monate bei rassespezifischen Erkrankungen (HD/ED)
- 12 Monate bei Zahnbehandlungen (z. B. FORL)
- 18 Monate bei Patellaluxation
Vorerkrankungen, die vor Vertragsbeginn bestehen, sind ausgeschlossen. Frühe Versicherung im Welpenalter ist auch beim Husky die beste Strategie.
Was beim Husky nicht versichert ist – und warum die Augen das zentrale Thema sind
Genetische oder angeborene Erkrankungen gelten bei allen Anbietern als nicht versicherbar. Beim Husky betrifft das vor allem die Augen:
- Angeborener Katarakt
- PRA (Progressive Retinaatrophie)
- Genetische Hornhautdystrophie
- Epilepsie
- Angeborene Herzfehler
- Behandlungen im Zusammenhang mit Trächtigkeit und Geburt
- Schönheitschirurgische Eingriffe
- Erkrankungen durch fehlenden Impfschutz
Erworbene Erkrankungen derselben Art sowie die meisten anderen Augen- und Gelenkprobleme sind jedoch regulär versichert. Eine Hornhautverletzung beim Spielen, eine Bindehautentzündung durch Staub oder ein erworbenes Glaukom können nach Wartezeit versichert sein.
Kostenerstattung bei Dalma
100 % digital. Rechnung per App hochladen, Frist 8 Tage. Erstattungsziel 48 Stunden (vertraglich bis 5 Werktage). Bis zum 4-fachen GOT-Satz inklusive Notdienstgebühren. Freie Tierarztwahl weltweit. Telemedizin über FirstVet kostenlos und unbegrenzt.
Husky versichern: Wann es sich lohnt – und wann weniger
Früh versichern: Am meisten lohnt sich eine Versicherung im Welpenalter. Viele rassetypische Erkrankungen entwickeln sich erst später und gelten dann als erworben, wodurch sie versicherbar sind. Da eine rückwirkende Versicherung in Deutschland nicht möglich ist, bietet ein früher Abschluss den besten Schutz.
Besonders sinnvoll für aktive Huskys: Je mehr dein Husky läuft, trainiert und sich bewegt, desto höher ist das Verletzungsrisiko. Unfälle sind nach 2 Tagen versichert.
Weniger Mehrwert: Wenn dein Husky bereits Augen-, Gelenk- oder Schilddrüsendiagnosen vor Vertragsbeginn hat. Oder wenn du primär Schutz gegen PRA oder Hornhautdystrophie suchst – diese sind als genetische Erkrankungen ausgeschlossen.
Häufige Fragen zur Husky-Versicherung
Ist eine Hundekrankenversicherung für Huskys sinnvoll?
Ja, eine Hundekrankenversicherung ist für Huskys sehr sinnvoll. Huskys sind extrem aktive Hunde und dadurch anfälliger für Gelenkprobleme, Sportverletzungen und bestimmte Stoffwechsel- oder Augenerkrankungen.
Welche Krankheiten treten bei Huskys besonders häufig auf?
Häufig sind Hüftdysplasie, Kreuzbandrisse, Schilddrüsenunterfunktion, Allergien, Hautprobleme und Augenerkrankungen. Auch Sportverletzungen wie Luxationen oder Frakturen treten beim aktiven Husky regelmäßig auf.
Ist Hüftdysplasie beim Husky versichert?
Nicht angeborene Formen der Hüftdysplasie sind nach Ablauf der Wartezeit versichert. Wird die Erkrankung jedoch bereits als angeboren diagnostiziert oder bestand sie vor Vertragsabschluss, ist sie ausgeschlossen.
Sind Verletzungen beim Laufen und Toben beim Husky versichert?
Ja, Verletzungen wie Kreuzbandrisse, Luxationen oder Knochenbrüche, die im normalen Alltag beim Laufen, Spielen oder Freilauf entstehen, sind versichert. Gerade bei aktiven Hunden wie Huskys ist das ein wichtiger Schutz. Ausgeschlossen sind Behandlungskosten durch die Teilnahme an organisierten Schlittenhunderennen, Sportwettkämpfen oder Jagden.
Werden Schilddrüsenerkrankungen beim Husky übernommen?
Erworbene Schilddrüsenerkrankungen wie die Hypothyreose sind versichert. Die Kosten für Diagnostik sowie die lebenslange medikamentöse Behandlung können je nach Verlauf erheblich sein.
Sind Augenkrankheiten beim Husky versichert?
Nicht angeborene Augenprobleme wie Entzündungen oder Hornhautverletzungen sind versichert. Genetische Augenerkrankungen wie Progressive Retinaatrophie, angeborener Katarakt oder Hornhautdystrophie sind hingegen nicht versicherbar.
Reicht eine OP-Versicherung für Huskys aus?
Eine OP-Versicherung kann sinnvoll sein, um hohe Kosten bei Gelenkoperationen oder schweren Verletzungen abzusichern. Da Huskys jedoch häufig auch Diagnostik, Medikamente, Physiotherapie oder langfristige Behandlungen benötigen, ist eine Hundekrankenversicherung mit Vollschutz in den meisten Fällen die bessere Wahl.
Übernimmt die Versicherung Physiotherapie beim Husky?
Ja, Physiotherapie ist im Vollschutz unbegrenzt enthalten und auch im OP-Tarif für einen begrenzten Zeitraum nach der Operation versichert.
Gibt es bei Dalma eine Selbstbeteiligung für Huskys?
Nein, bei Dalma gibt es keine Selbstbeteiligung. 80 bis 100 Prozent Erstattung, ohne Eigenanteil.
Kann ich meinen Husky auch im Erwachsenenalter versichern?
Ja, eine Versicherung ist auch für erwachsene Huskys möglich. Erkrankungen, die bereits vor Vertragsbeginn diagnostiziert wurden, gelten jedoch als Vorerkrankungen und sind ausgeschlossen.
Wird der Vertrag nach hohen Tierarztkosten gekündigt?
Nein, Dalma kündigt den Versicherungsvertrag nicht nach einem Schadensfall. Auch nach kostenintensiven Behandlungen bleibt dein Husky weiterhin versichert.
Warum ist der Vollschutz für Huskys besonders empfehlenswert?
Der Vollschutz deckt nicht nur Operationen ab, sondern auch Diagnostik, Medikamente, Physiotherapie und Vorsorgeleistungen. Da Huskys häufig aktivitätsbedingte Verletzungen oder langfristige Erkrankungen entwickeln, bietet der Vollschutz die größte finanzielle Sicherheit.

