Katzen MRT: Kosten, Ablauf, Gründe im Überblick

Ein MRT bei deiner Katze kann notwendig werden, wenn herkömmliche Untersuchungsmethoden wie Röntgen oder Ultraschall nicht ausreichen, um die Ursache von Beschwerden zu finden. Dabei entstehen detaillierte Schnittbilder, die Tierärztinnen oder Tierärzten helfen, Erkrankungen des Gehirns, der Wirbelsäule, Gelenke oder innerer Organe zu erkennen. Die Untersuchung ist technisch aufwendig und wird meist in einer spezialisierten Tierklinik durchgeführt. Das spiegelt sich auch in den Kosten wider. In diesem Artikel erfährst du, wie ein MRT bei Katzen abläuft, wann es sinnvoll ist und welche Kosten auf dich zukommen können.

Ein MRT (Magnetresonanztomografie) bei Katzen liefert präzise Bilder des Körpers und wird oft benötigt, wenn andere Untersuchungen keine eindeutige Diagnose ermöglichen. Die Kosten können variieren.

Zusammengefasst

  • Die Kosten für ein MRT bei Katzen liegen in Deutschland meist zwischen 600 € und über 1.500 €
  • Die Untersuchung erfolgt immer unter Vollnarkose und meist in spezialisierten Tierkliniken
  • Ein MRT ist besonders wichtig bei neurologischen, orthopädischen oder unklaren Beschwerden
  • Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT)
  • Mit einer Katzenkrankenversicherung wie Dalma kannst du dich vor hohen Diagnostikkosten schützen

Was ist ein MRT bei Katzen?

Die Magnetresonanztomografie ist ein bildgebendes Verfahren, das mithilfe starker Magnetfelder und Radiowellen detaillierte Aufnahmen vom Inneren des Körpers erstellt – ganz ohne Röntgenstrahlen. Für Katzen bedeutet das eine schonende, aber zeitintensive Untersuchung, die in Vollnarkose durchgeführt werden muss, damit sie während der Aufnahme stillliegt.


Typische Einsatzgebiete:

  • Neurologische Probleme (z. B. Anfälle, Lähmungen, Gleichgewichtsstörungen)
  • Verdacht auf Tumore oder Metastasen
  • Bandscheibenvorfälle oder Rückenmarksverletzungen
  • Entzündungen im Gehirn oder Rückenmark
  • Untersuchung von Gelenken und Bändern bei orthopädischen Problemen

Ablauf einer MRT-Untersuchung bei Katzen

Da ein MRT sehr empfindlich auf Bewegungen reagiert, wird es bei Katzen immer unter Vollnarkose durchgeführt.

Typischer Ablauf:

  1. Allgemeine Untersuchung und Vorgespräch
  2. Blutuntersuchung zur Narkosefreigabe
  3. Einleitung der Narkose und Überwachung der Vitalwerte
  4. Durchführung der MRT-Aufnahmen (Dauer beträgt meistens 30–90 Minuten)
  5. Auswertung der Bilder durch eine Radiologin oder einen Radiologen
  6. Besprechung der Ergebnisse und Therapieplanung

Was kostet ein MRT für Katzen in Deutschland?

Die Kosten für ein MRT bei Katzen hängen stark von der Art der Untersuchung, der benötigten Narkose, der Auswertung und möglichen Zusatzleistungen ab. Auch der Abrechnungsfaktor nach GOT (Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte) spielt eine Rolle.

Typische Kostenposten mit Richtwerten:

Leistung Kosten 2026 (einfacher bis 3-facher GOT-Satz)
Allgemeine Untersuchung und Beratung ca. 40 € – 70 €
Blutuntersuchung vor der Narkose ca. 40 € – 100 €
Vollnarkose inkl. Monitoring ca. 100 € – 200 €
MRT-Aufnahme (abhängig von Dauer und Region) ca. 400 € – 800 €
Bildauswertung durch Radiologin oder Radiologen ca. 80 € – 150 €
Zusatzuntersuchungen (z. B. Kontrastmittel) ca. 50 € – 100 €

Beispielkosten für einen unkomplizierten Fall:

Eine Katze erhält ein MRT des Kopfes wegen Verdacht auf Epilepsie. Nach Vorgespräch, Blutcheck, Narkose, Aufnahme und Auswertung liegen die Gesamtkosten bei etwa 650 € – 900 €.

Beispielkosten für einen komplexen Fall:

Eine Katze muss ein MRT der Wirbelsäule mit Kontrastmittel und anschließender OP-Planung erhalten. Mit längerer Narkose, mehreren Bildregionen, stationärem Aufenthalt und Zusatzuntersuchungen können die Gesamtkosten 1.000 € bis über 1.500 € betragen.

Weitere Kostenfaktoren

  • Notdienstzuschläge bei nächtlicher oder Wochenenduntersuchung
  • Stationäre Aufnahme vor oder nach der Untersuchung
  • Zusatzdiagnostik wie CT oder Röntgen
  • Therapiekosten nach der Diagnose

Kostenübernahme durch eine Katzenversicherung

Eine Katzenkrankenversicherung oder OP-Versicherung kann die MRT-Kosten ganz oder teilweise übernehmen – abhängig vom Tarif und den vereinbarten Leistungen. Dalma erstattet je nach Tarif unter anderem:

  • Tierärztliche Untersuchung und Diagnostik
  • MRT, CT, Röntgen und Ultraschall
  • Narkosekosten
  • Medikamente und Nachbehandlung
  • Klinikaufenthalte

Dalma-Vorteile:

  • Erstattung zwischen 80 % und 100 %
  • Kostenübernahme bis zum vierfachen GOT-Satz inkl. Notdienstzuschläge
  • Abdeckung auch vor- und nachgelagerter Behandlungen (30 Tage davor und danach)
  • Keine Kündigung nach einem Schadensfall

Vollständige Leistungsübersicht ansehen:
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FAQ: Häufige Fragen zum MRT bei Katzen

Übernimmt Dalma die Kosten für ein MRT bei Katzen?
Ja. Ein MRT zählt zur bildgebenden Diagnostik und ist bei Dalma im Rahmen der Katzenkrankenversicherung abgedeckt, sofern die Untersuchung medizinisch notwendig ist und keine Ausschlussgründe vorliegen.

Zählt ein MRT bei Katzen zur OP-Versicherung oder zur Krankenversicherung?
Ein MRT ist keine Operation. Die Kosten werden daher über die Katzenkrankenversicherung übernommen. In der reinen OP-Versicherung ist ein MRT nur dann enthalten, wenn es unmittelbar im Zusammenhang mit einer versicherten Operation steht.

Gilt die Kostenübernahme auch im Notdienst oder am Wochenende?
Ja. Dalma erstattet auch MRT-Kosten im Notdienst oder an Wochenenden bis zum vierfachen GOT-Satz inklusive Notdienstzuschlägen, sofern diese tierärztlich begründet sind.

Gibt es Wartezeiten für ein MRT bei Katzen?
Ja. Für diagnostische Untersuchungen wie ein MRT gilt bei Dalma die reguläre Wartezeit für Heilbehandlungen. Bei einem Unfall greift der Versicherungsschutz bereits nach zwei Tagen.

Weiterführende Quellen:

Seit 10 Jahren ausgebildete tiermedizinische Fachangestellte

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